Modellregion – Was ist das?

19.02.2021 und 26.02.2021

Modellregion nachhaltige Nutztierhaltung Südniedersachsen – Was ist das?
Unter diesem Motto fanden die ersten Informationsveranstaltungen für unsere Mitglieder in Göttingen (19.02.2021) und Interessierte aus den umliegenden Landkreisen (26.02.2021) statt – natürlich online.

Phase 1 des Projekts, die Initialisierungsphase, die aufgrund von Corona bis zum 28.02.2021 verlängert wurde, neigt sich dem Ende zu. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um Interessierte über unsere ersten Erfahrungen und Sichtweisen zum Thema nachhaltigere Nutztierhaltung zu informieren. Dazu konnte am letzte Freitag eine erste Infoveranstaltung im Rahmen unserer Winterversammlungen stattfinden.

„Was sind unsere Hintergründe?“, „Was sind unsere Ziele?“, „Was haben wir bisher so gemacht?“ und „Wie sind wir mit unserer eigenen anfänglichen Skepsis umgegangen?“ sind nur einige der behandelten Fragen der Veranstaltung. Die erste Vorstellung der Modellregion wurde dabei von der Projektleiterin Anna-Marie Bürger gehalten.

„Wir sind noch ganz am Anfang!“, ist dabei ein gern genutzter Satz, der betonen soll, wie komplex die gesamte Thematik ist – rund um einen nachhaltigeren Umbau der Tierhaltung mit einer regionalen höherwertigeren Vermarktung und allen Chancen und Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Besonders gefreut haben wir uns über die Beiträge der Georg-August-Universität Göttingen und des Fleischer-Einkaufs Hannover-Göttingen, die verdeutlicht  haben, wie aktuell und wichtig dieses Thema ist.

Im Rahmen der Initialisierungsphase konnte die Modellregion die Universität in Göttingen als Forschungspartner gewinnen. Prof. Dr. Achim Spiller, Professor für „Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte“ und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft für „Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbrauchschutz“, und Dr. Sarah Kühl, Mitarbeiterin am Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung, stellten in diesem Rahmen ihre Forschungsschwerpunkte und -vorhaben vor. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Vermarktungsstrategien und der regionalen Vermarktung innerhalb dieses Projekts entstandenen Produkten.

Zuletzt legte Ansgar Nachtwey, Fleischermeister und Geschäftsführer des Fleischer-Einkaufs Hannover Göttingen, seine Sichtweisen zu einer nachhaltigeren Nutztierhaltung dar und stellte vor, dass es bereits jetzt schon zahlreiche funktionierende Konzepte in ähnlicher Form gibt. Der Fleischer-Einkauf steht bereits seit 2019 in Verbindung zur Mensa der Universität in Göttingen und vermarktet dort erfolgreich das „Leinekrone-Strohschwein“.

Im Anschluss an die Vorträge gab es eine rege Diskussion. Die Ansprache und Moderation wurde von unserem Vorsitzenden Markus Gerhardy übernommen. Insgesamt konnten diese Infoveranstaltungen ein rundes erstes Bild der Modellregion mit allen Überlegungen und Schwierigkeiten darstellen.

Mit insgesamt 77 Teilnehmern bei der ersten und 52 Teilnehmern bei der zweiten Veranstaltung waren sie dazu noch sehr gut besucht. Wir freuen uns über das Interesse unserer Mitglieder und vieler weiterer Interessierter und hoffen auf eine gute Entwicklung des Projekts.

Wir wollen zum Mitmachen anregen. Wenn Sie Interesse, Ideen oder Wünsche haben oder bei den Veranstaltungen leider nicht dabei sein konnten, melden Sie sich bei uns!


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Dieses Projekt wird aus Mitteln des Landes Niedersachsen gefördert.